Chronik 2009 - 2008 - 2007 - 2006 - 2005 - 2004 - 2003
Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der TSG Steglitz wurde im Jahre 2003 in der Festschrift die Chronologie der Vereinsgeschichte über den Zeitraum 1878 - 2003 dargestellt. Ab 2004 werden hier die jeweils zur Jahreshauptversammlung vom Vorstand verfassten Jahresberichte veröffentlicht.
Die TSG-Steglitz förderte in erster Linie die breitensportlichen Aktivitäten unserer Mitglieder und wurde im Weiteren durch unsere jugendlichen Wettkämpferinnen und Wettkämpfer über die regionalen Grenzen hinaus erfolgreich vertreten.
Besonders zu erwähnen sind die ständigen Erfolge der Rhönradturnerinnen (u.a. Internationale Deutsches Turnfest in Frankfurt) sowie die Leistungsriege der TSGTurnerinnen, die im letzten Jahr den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte.
Die TSG-Turntalentschule wurde im letzten Jahr mit Prädikat „Tumtalentschule des Deutschen Turnerbundes" für weitere zwei Jahre zertifiziert. Erstmalig wurde eine TSG-Turnerin — Anna Gebauer - in den Perspektivkader des Deutschen Turnerbundes aufgenommen.
Die traditionellen Sportgruppen (Gymnastik, Yoga etc.) sowie der Koronarsport stellen durch viel ehrenamtliches Engagement und kompetente Gruppenleitung eine wichtige Säule in der TSG-Steglitz dar.
Aufgrund der sehr unbefriedigenden Hallensituation (div. Hallenschließungen, keine Schwimmhallen) sowie der allgemeinen Wirtschaftslage in unserem Land mussten wir einen weiteren Rückgang unserer Mitgliederzahlen beklagen. Der Haushaltsplan 2009 konnte jedoch mit erheblichen Kraftaufwand eingehalten werden. Im Juni 2009 wurde in einer außerordentlichen Vorstandssitzung die TSG-Beitragsstruktur diskutiert, da der wirtschaftliche Einbruch der TSG-Steglitz wie ein Damoklesschwert über uns schwebte. Immerhin konnte der Vorstand im Gegensatz zu einigen benachbarten Vereinen unseres Bezirkes mit maßvollen Entscheidungen ein wirtschaftliches Desaster verhindern. Jedoch müssen wir an die Zukunft denken und den Fortbestand unserer Gemeinschaft auch in diesen schlechten Zeiten absichern. Den neuen finanziellen Anforderungen (Übungsleiterhonorare, Mietkosten, Geräteanschaffungen) muss mit einer planungssicheren Maßnahme Rechnung getragen werden. Es liegen Anträge der Abteilungen über die Anschaffen von notwendigen Materialen wie Musikgeräte, Rhönräder, Schwimmlernhilfsmitten vor. Wir wollen die Qualität der TSG-Steglitz weiterhin erhalten und sind daher ab 2011 gezwungen, die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen.
Der Vorstand der TSG-Steglitz hatte alle regionalen Sportsitzungen besucht. Die Vorstandssitzungen fanden monatlich (Ausnahme Schulferien) statt. Die Fortbildungen unserer Übungsleiterinnen und Übungsleitern wurden von uns geprüft und bezuschusst. Sollte sich die finanzielle Situation nicht erholen, so werden Bezuschussungen zukünftig kaum noch möglich sein.
Wir können auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurückschauen und sehen der Zukunft positiv entgegen. Wir bedanken uns bei allen ehrenamtlichen Sportfreunden und Unterstützern der TSG-Steglitz 1878 e.V. und wünschen allen Mitgliedern ein gesundes Sportjahr 2010.
Berlin-Steglitz, 19.03.2010 - Der Vorstand
Die TSG-Steglitz wurde stolze 130 Jahre alt. Unser Koronarsport feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Sportlich zeigte sich die TSG-Steglitz 1878 e.V. kontinuierlich erfolgreich. Viele Platzierungen bei regionalen und überregionalen Wettkämpfen in den Sparten Gerätturnen, Rhönradturnen und Rhythmische Sportgymnastik sind der Beweis für die stetige Erfolgsarbeit unserer leistungsorientierten Trainerinnen und Trainer. Aufgrund unserer hohen Fachkompentenz hat der Berliner Turnerbund der TSG-Steglitz am 01.11.08 die Leitung der Berliner Turntalentschule (DTB-TTS-Prädikat) übertragen.
Das olympische Jahr 2008 ist jedoch auch gekennzeichnet durch die weltweite Finanzkrise. Die Kürzung von Geldmitteln für den gesamten Berliner Sport ist letztendlich auch im bezirklichen Sportgeschehen deutlich zu spüren. Kaum erträgliche Schließungen von Sporthallen sorgten in der TSG-Steglitz für einen schmerzlichen Mitgliederrückgang. Zur Zeit sind in der TSG-Steglitz 706 Turnschwestern und Turnbrüder organisiert. 50% unserer Mitglieder gehören zu den Kinder- und Jugendabteilungen. In der bezirklichen Dachorganisation, der Sportarbeitsgemeinschaft Steglitz-Zehlendorf, findet ein Generationswechsel statt. Wir wünschen unseren neuen bezirklichen Vertretern viel Erfolg bei der Arbeit. Leider hat uns die dortige Umstrukturierung nochmals im Bereich der Hallenvergabe existenziell empfindlich getroffen. Eine angeblich gerechtere Hallenverteilungspolitik durch die Sportarge hatte für uns den Verlust von mehreren und teils schon historischen Abteilungen (seit über 80 Jahren Senioren/Plantagenstr.) zur Folge.
Wir konnten im Nachhinein viel angerichteten Schaden in konstruktiven Verhandlungen abmildern, jedoch war die Gesamtsituation wenig erquickend. Mit diversen Maßnahmen haben wir versucht, der negativen Entwicklung entgegenzuwirken. Schaffung neuer Sportangebote, wie Stepp-Aerobic, Pilates etc. sowie auch die Findung von lokalen Ausweichmöglichkeiten (Turnzentrum) tragen die ersten Früchte des Erfolgs.
Aus finanziellen Gründen wurde der Betrieb des TSG-Fitness-Studios zum 31.12.2008 eingestellt. Wir haben begonnen, sämtliche Bereiche der TSG-Steglitz auf eine wirtschaftliche Verträglichkeit zu prüfen und werden ggf. rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, die den Fortbestand unserer Gemeinschaft weiterhin sichern. Die TSG-Steglitz 1878 e.V. war, ist und wird ein gesunder und attraktiver Verein bleiben. Probleme benachbarter Großvereine, die sich in erheblichen Schwierigkeiten befinden, existieren u.a. dank unserer straffen Haushaltsführung durch unsere Finanzwartin Jacqueline Quack nicht.
Der Vorstand der TSG-Steglitz hat alle bezirklichen Sportsitzungen besucht. Die Vorstandsitzungen fanden monatlich (Ausnahme Schulferien) statt. Es wurden mehrere TSG-Mitglieder zu C-Trainern ausgebildet. Die Fortbildungen unserer Übungsleiterinnen und Übungsleiter wurden von uns geprüft und im Bedarfsfall initiiert und entsprechend bezuschusst.
Wir bedanken uns bei allen ehrenamtlichen Sportfreunden und Unterstützern der TSG-Steglitz 1878 e.V. und wünschen allen Mitgliedern ein gesundes Sportjahr 2009. Wir freuen uns, dass wir wieder auf ein erfolgreiches Jahr voller Ereignisse zurückschauen können, wohl wissend, dass das Kommende nicht weniger interessant sein wird.
Berlin-Steglitz, 20.03.2009 - Der Vorstand
Der Vorstand der TSG-Steglitz hat sich zu Beginn der Amtsperiode darauf verständigt, die neuen strukturellen Gegebenheiten den wirtschaftlichen Zwängen anzupassen. Vornehmlich finanziert sich die TSG-Steglitz aus den Beiträgen der Mitglieder. Aufgrund von Hallenschließungen kam es immer wieder zu Engpässen. Teils sind daher Abteilungen aus institutionellen Gründen „eingeschlafen" (Tischtennis, irischer Stepptanz). Inzwischen konnten wir unsere Traditionsabteilung Tischtennis wieder aufleben lassen.
Der Mitgliederbestand in unserem Fitnessstudio ist ebenfalls rückläufig. Ursächlich ist hier dass Missmanagement des Verpächters, der Landessportbund Berlin, der trotz mehrfacher Beschwerden unsererseits nicht in der Lage war, die angezeigten Mängel, wie defekte Maschinen und Geräte oder ständig verschlossene Übungsräume usw. zu beheben.
Die Schließung der Schwimmhalle Finckensteinallee in Steglitz-Zehlendorf wirkte sich ebenfalls negativ auf unsere Mitgliederstatistik aus. Dieses Problem ist ein bezirksübergreifendes Problem. Andere Vereine in unserem Bezirk mussten Mitgliedereinbußen von 30% hinnehmen.
Unsere bewährte Struktur des Spartensportvereins half uns bei der Sicherung des bestehenden Mitgliederumfangs, jedoch konnten kaum neue Mitglieder und Abteilungen (Ausnahme RSG) entwickelt werden. Zum Jahresende 2007 gehörten 1030 Mitglieder zu unserer Gemeinschaft. Das sind ca. 70 Mitglieder weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres 2006.
Wie es sich schon seit einigen Jahren andeutete, verlagert sich der zahlenmäßige Mitgliederschwerpunkt zum Bereich des Kinder- und Jugendsports. Dieser Bereich ist natürlich nicht so zahlungseffektiv, da u.a. Kinder unser Angebot mehrfach wöchentlich nutzen. Wir befürworten dies ganz besonders, müssen jedoch diesem Umstand inzwischen Rechnung tragen und werden, wie in unserem Vereinsorgan, dem Turnerruf 2007, angekündigt wurde, das notwendige Maß der Wirtschaftlichkeit anstreben.
Um also weiterhin die notwendigen Deckungsbeiträge zu erwirtschaften, waren Überlegungen nötig, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Neben der in 2007 beschlossenen Beitragserhöhung werden sportgeförderte Kinder mit einem erträglichen Zusatzbeitrag rechnen müssen. Wir werden darauf achten, dass in unseren Eltern-Kind-Gruppen in Anlehnung an bestehende Bestimmungen nicht nur das Kind sondern auch ein Elternteil die Vereinsmitgliedschaft erwerben muss.
Nur so können wir die herausragende Qualität in unserem Vereinsgeschehen erhalten und weiter ausbauen.
Das Jahr 2007 zeichnete sich insbesondere durch die großartigen sportlichen Erfolge unserer Athletinnen und Athleten aus. Im Bereich des Gerätturnens wurden fast sämtliche Berliner Einzelmeistertitel von TSG-Turnerinnen gewonnen. Auch überregional ist die TSG-Steglitz ein Begriff für Leistungsfähigkeit. Gewinn des Deutschland-Cups und hervorragende Resultate in der Turn-Regionalliga (3. Bundesliga) sind die Ergebnisse unserer Grundlagenarbeit der letzten Jahre. Unsere Rhönradturnerinnen stehen dem in Nichts nach. Wir sind stolz auf die Erfolge bei den u.a. Berliner Meisterschaften und dem Deutschland-Cup. Ebenfalls konnte sich die neu gegründete Abteilung der Rhythmischen Sportgymnastik über einen Berliner Mannschaftsmeistertitel freuen. Inzwischen ist diese Abteilung auf 60 Gymnastinnen angewachsen, Tendenz steigend!
Der Vorstand der TSG-Steglitz führte jeweils monatsweise die notwendigen Vorstandsitzungen durch. Vereinsübergreifende Sitzungen der Sportarbeitsgemeinschaft und der Sportverbände wurden von den jeweils verantwortlichen Vorstandsmitgliedern besucht und protokollarisch festgehalten.
Ein besonderes Augenmerk legte die TSG auf die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern sowie Kampfrichtern. Interne und externe Schulungen wurden regelmäßig durchgeführt. Die TSG-Steglitz verfügt im Bereich des Berliner Turnerbundes über einen überdurchschnittlich hoch qualifizierten Mitarbeitstamm.
Der Schriftverkehr der TSG-Steglitz stützt sich immer mehr auf das Medium „Internet". Daher wurde der elektronische Zugang in unserer Geschäftsstelle durch Anschluss an das DSL-System der Telekom optimiert.
Die Behandlung von säumigen Zahlern erfolgte per Vorstandsbeschluss restriktiver als in den Vorjahren. Teils mussten Mahnverfahren eingeleitet und Vereinsausschlüsse ausgesprochen werden.
Die TSG-Steglitz konnte im Jahr 2007 insgesamt 3 MAE-Kräfte (1 Euro-Kaft) einsetzen. Perspektivisch werden wir diese Kräfte nutzen, um unseren Sportbetrieb auf Mitgliederstärke, Qualität und gültige Vereinsmitgliedschaften zu kontrollieren.
Abschließend möchten wir unsere zahlreich ungenannten Helfer und Ehrenämtler hervorheben. Ihnen gebührt der besondere Dank für die großartige Unterstützung in unserem sportlichen und gesellschaftlichen Tätigkeitsfeldern.
Berlin-Steglitz, 14.03.2008 - Der Vorstand
Die TSG-Steglitz kann wieder auf ein sehr reges und erfolgreiches Jahr zurückblicken. Unser besonderes Augenmerk lag in der Entwicklung von Kinder- und Nachwuchsgruppen. Drei neue Kleinkindergruppen konnten ins Leben gerufen werden.
Die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen war leider nicht so erfreulich, d.h. wir verloren überdurchschnittlich 150 Mitglieder (z.Z. 880 Mitglieder). Verursacht wurde dieser Mitglieder- und Sportgruppenschwund (Wirbelsäule, frischer Stepptanz, Erwachsenenschwimmen) vor allem durch diverse Sporthallenschließungen sowie die Schließung der Schwimmhalle Finckensteinallee. Diese Ausfälle konnten institutionell nur bedingt kompensiert werden.
Das Medium „Internet" wurde weiter ausgebaut. Aktuelle TSG-Infos sind dort einsehbar (www.tsgsteglitz.de). Unserer e-mail-account (info@tsgsteglitz.de) wird zunehmend genutzt.
Inzwischen konnte die Turnschwester Juliane Veit gefunden werden, die unsere Vereinszeitung betreuen wird.
Der Vorstand der TSG-Steglitz besuchte die Sitzungen und Landestagungen des Berliner Turnerbundes, der Sportarbeitsgemeinschaft Steglitz-Zehlendorf und je nach Wichtigkeit der weiteren Verbände.
TSG-Turnerinnen erwarben die Trainer-C-Lizenz. Weitere acht Turnerinnen und Turner wurden zu Landeskampfrichterinnen sowie Bundeskampfrichter ausgebildet. Im Jugendbereich konnten fünf Nachwuchsturnerinnen zu Vorturnerinnen ausgebildet werden.Sieben
Zwei TSG-Mitglieder erhielten im Rahmen einer DTB-Ausbildung das DTB-Ausbilder-Diplom.
Unsere Fitnesstrainer führten unter der Leitung von Tschw. Verena Ramolla eine interne Fortbildung „Sicherheit im Fitness-Studio" durch.
Im Bereich des Schwimmens haben 2 Nachwuchstrainer aus den eigenen Reihen die Arbeit aufgenommen.
Der Vorstand nutzte auch im letzten Jahr die vielfältigen Möglichkeiten der Fortbildung in den einzelnen Institutionen (Kienbaum, Gesundheitssport, Finanzen). Die Fortbildungsmaßnahmen der Trainerinnen und Trainer, sowie auch Sportlerinnen wurden von der TSG-Steglitz finanziell unterstützt.
Inzwischen hat sich die TSG-Steglitz als bestimmender Verein im Gerätturnen in Berlin und Brandenburg entwickelt. Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit der Turntalentschule des BTB. Die TSG-Steglitz verfügt mit Abstand über die meisten Landeskaderturnerinnen in Berlin und Brandenburg in ihren Reihen. Drei Turnerinnen konnten an die Sportschule in Hohenschönhausen zur national orientierten Ausbildung weitergegeben werden.
Entsprechend sind auch die sportlichen Erfolge im Leistungs- und Breitensportbereich. Über 15 Berliner Meistertitel, diverse Platzierungen sowie der Gewinn der Berliner Mannschaftsmeisterschaften in den zwei höchsten Leistungsklassen, als auch der deutliche Gewinn der Frauenliga zeigen das überzeugende Bild unserer kompetenten Arbeit.
Über Berlins Grenzen hinaus ist die TSG-Steglitz in der Deutschen Turnliga vertreten. Im letzten Jahr wurde in der Regionalliga der 5. Platz erturnt. Das erwartete Ziel für 2007 ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften wurde ein Deutscher Meistertitel errungen und beim Deutschlandpokal erturnten wir zwei dritte Plätze.
Unsere Rhönradabteilung konnte ebenfalls mit diversen Meisterschaftserfolgen ihre ausgezeichnete Arbeit unter Beweis stellen.
Das Fitness-Studio der TSG-Steglitz ist inzwischen ein fester Bestandteil unserer Sportabteilungen. Wir bieten auch externen Sportvereinen entgeltlich die Möglichkeit der Nutzung.
Die kontinuierliche Arbeit der Herzsport- und der Gymnastikgruppen ist beispielhaft. Diese Gruppen bilden eine feste Säule in unserer Gemeinschaft.
Die Schaffung einer Leichtathletikgruppe ist uns im letzten Jahr noch nicht gelungen, jedoch werden wir dieses Ziel nicht aus dem Auge verlieren. Wir haben den ersten Schritt gemacht, das Knabenturnen in Zusammenarbeit mit der Turntalentschule und Herrn Dimitri Nonin in der TSG-Steglitz zu entwickeln.
Mit zwei Grundschulen sind Kooperationen vereinbart worden. Die Zusammenarbeit ist vielversprechend.
Der Vorstand konnte viele spezifischen Probleme, die sich aus unserem Dasein immer wieder entwickeln, mit Umsicht aus der Welt schaffen. Beispielhaft möchten wir folgendes berichten:
Nachdem unser Vermieter im Herbst 2006 den Mietzins der Geschäftstelle fast um 100% erhöhen wollte, haben wir mit viel Verhandlungsgeschick die Maßnahme unterbinden können. Lediglich eine Erhöhung um wenige Euro (<20,00) konnte ausgehandelt werden.
Es wurden kürzlich mehrere Fahnen und Vereinsbanner aus unserer Gründungszeit entdeckt, die sich jedoch teils in einem sehr schlechten Zustand (Lager- und Kriegsschäden) befinden. Der Vorstand wird in den nächsten Jahren sukzessiv die Restaurierung der Fahnen durchführen lassen. Fotos der Fahnen werden in der Jahreshauptversammlung ausgelegt.
In der heutigen schnelllebigen Zeit sind teils erhebliche Veränderungen an der Tagesordnung. Insoweit können wir glücklich sein, dass wir den kontinuierlichen Sportablauf garantieren konnten. Die Vorstandsarbeit ist arbeitsintensiv jedoch auch mit viel Freude und Harmonie verbunden. Wir können uns nicht über fehlenden Einsatz beklagen, sondern im Gegenteil ist die Einbringung aller, insbesondere jedoch unserer Jugend mit ihren guten Ideen ein nicht bezahlbarer Gewinn für unsere Arbeit. Dank gilt unseren fleißigen Damen aus der Geschäftstelle sowie auch den vielen ehrenamtlich Tätigen (Eltern, Trainer, usw.), die fast selbstverständlich ihre positiven und unterstützenden Aktivitäten in die TSG-Steglitz einbringen.
Berlin-Steglitz, 22.02.07 - Der Vorstand
Das Sportjahr 2005 stand im Zeichen des Internationalen Deutschen Turnfestes in Berlin. Die TSG Steglitz war gut vorbereitet und übernahm im Mai 2005 u.a. die Patenschaft über zwei Schulen und betreute ca. 600 Gäste während der Feierlichkeiten. Besonders zu erwähnen ist die hohe Zahl der über 100 freiwilligen TSGHelferinnen und -Helfer aus allen Altersklassen (7-80 Jahre) und Abteilungen. Ein ganz besonderer Dank gilt unserer Festwartin Angelika Jankowski, die rund um die Uhr alle Abläufe geschickt organisierte und unterstützte.
Auf attraktive kulturelle Höhepunkte während des Turnfestes wie auch auf sportliche Spitzenleistungen lässt sich mit Stolz zurückblicken. Neben der Teilnahme an vielen Mitmachangeboten wurde u.a. das Bundesfinale "Gerätturnen" oder auch das Pokalturnen des Deutschen Turnerbundes von TSG-Athletinnen gewonnen.
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Inmitten einer fröhlichen TSG-Turngruppe eine hoch zufriedene Laura Biniek, die nach den Berliner Gerätturnmeisterschaften 2005 nun auch im Rahmen der Wettbewerbe des Internationalen Deutschen Turnfestes in Berlin das Bundesfinale 2005 im Gerätturnen für sich entscheiden konnte. |
Insgesamt gehört das Jahr 2005 zu den erfolgreichsten in der TSG-Sportgeschichte. Der Gewinn von Berliner Meisterschaften, Bundesfinale, Internationalen Meisterschaften, Teilnahme an der nationalen Regionalliga sind die Indikatoren für eine ausgezeichnete Grundlagenarbeit in der TSG-Jugend. Die TSG konnte im letzten Jahr in Berlin-Brandenburg die meisten Turnerinnen mit Landes-Kader-Normerfüllung vorweisen. Die TSG ist Kooperationspartner der Turntalentschule des Berliner Turnerbundes und kann auf eine gedeihliche Zusammenarbeit zurückblicken.
Die Synergieeffekte zwischen sportlichen Erfolgen und dem erwarteten Mitgliederzuwachs sind erkennbar. Die im Vorfeld getätigten Investitionen in den Bereichen der Traineraus- und Fortbildung, Jugendarbeit und Angebotsvielfalt zahlen sich aus. Unsere bestehenden Angebote wurden durch neue Gruppen Salsatanz, rhythmische Sportgymnastik und Irischer Stepptanz ergänzt. Das TSG-Fitness-Studio stellt eine zeitgemäß sinnvolle Ergänzung zum bewährten Sporthallenangebot dar. Mit 1117 Mitgliedern zum Jahresende haben wir den kontinuierlichen Mitgliederzuwachs weiterhin steigern können, so dass auch die ehemals angegriffene finanzielle Situation der TSG Steglitz inzwischen gesunden konnte.
Eine gewisse Risikobereitschaft war rotwendig, um diesen dynamischen Prozess zu initiieren.
In der zweiten Jahreshälfte fand das traditionelle TSG-Gemeinschaftsturnen statt. Es war eine Veranstaltung von exzellenter Güte und professioneller Qualität. Nicht unerwähnt darf die TSG-KinderWeihnachtsfeier bleiben, bei der ein Weihnachtsbasteln im Mittelpunkt stand.
Ausführliche Berichte zum TSG-Geschehen sind im Vereinsorgan abgedruckt oder auch im Internet auf der individuellen hier direkt anwählbaren Website Gerätturnen nachzulesen.
Einige administrative Veranstaltungen mit TSG-Vorstandsbeteiligung sind wie schon im Vorjahr wegen ihrer Bedeutung hervorzuheben
Landesturntag des Berliner Turnerbundes
Mitgliederversammlung der Sportarbeitsgemeinschaft Steglitz/Zehlendorf
Mitgliederversammlungen der Verbände des Gesundheitsports
Informationsveranstaltungen des Landessportbundes Berlin
Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen (Trainersymposium-Kienbaum, nationale Trainerfortbildungen in Stuttgart und Cottbus u.a.) sowie auch Neuausbildungen (Kampfrichter und Trainer) wurden im erheblichen Maße durchgeführt.
Die TSG-Geschäftstelle wird inzwischen von 2 Kräften verwaltet: Frau Petra Messinger und Frau Agnieszka Slowiow.
Die Rückübertragung der ehem. Vereinsimmobilie ist abgeschlossen. Da das Objekt nicht mehr nutzbar ist, wurde ein finanzieller Ausgleich vereinbart. Wir danken in dieser Angelegenheit unserem stellv. Vorsitzenden Herrn Andreas Juhre für seinen beharrlichen Einsatz.
Wir wünschen uns für das Turnjahr 2006 eine Fortsetzung der positiven Vereinsentwicklung und erwarten weiterhin vorzeigbare Erfolge im Sport.
Berlin-Steglitz, 10.01.2006 - Der Vorstand
Die Planung der verschiedenen sportlichen und kulturellen Vorhaben unter Berücksichtigung der finanziellen Situation bestimmte vornehmlich den Inhalt der monatlichen Vorstandssitzungen im Jahr 2004. Jedoch waren auch die üblichen administrativen Vereinsabläufe zu würdigen.
Bei der Teilnahme an Veranstaltungen, der Mitarbeit in wichtigen Gremien, der Durchführung von Gesprächen mit für den Sport verantwortlichen Personen zeigt sich die vielseitige personelle Kapazität der TSG-Vereinsstruktur.
Einige Veranstaltungen sind wegen ihrer Bedeutung hervorzuheben:
Landesturntag des Berliner Turnerbundes
Mitgliederversammlung der Sportarbeitsgemeinschaft Steglitz/Zehlendorf
Mitgliederversammlungen der Verbände des Gesundheitsports
Informationsveranstaltungen des Landessportbundes Berlin
Die Steigerung der Aktivitäten sowie die daraus resultierenden erhöhten Anfragen nach einer TSGPräsenz sind erfreulich, zeigen aber auch die Belastungsgrenzen der personellen Kapazität. Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit unserer Vorstandsmitglieder, die häufig die Vertretung bei Veranstaltungen übernehmen, wäre die TSG Steglitz bei wichtigen Ereignissen oft nicht zugegen gewesen. Aufgrund der positiven Entwicklung unserer Mitgliedszahlen musste die Geschäftsstelle gleichfalls auf Hochtouren laufen, so dass die angestellte Mitarbeiterin Petra Messinger weit über die vereinbarte Zeit hinaus beansprucht wurde und immer noch wird. Mit dem gestiegenen Bekanntheitsgrad der TSG Steglitz sind wiederum die Anforderungen gewachsen. Das ist eine überaus wünschenswerte Entwicklung, die jedoch organisatorisch bewältigt werden muss.
Weitere positive Entwicklungen sind zu berichten:
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit befindet sich nach wie vor im Aufschwung. Ein objektives Maß für die starke Nachfrage nach einer TSG-Mitgliedschaft ist die Anzahl der Besuche auf der TSG-SteglitzIntemetseite.
Mitte des Jahres 2004 begann unsere Festwartin Frau Angelika Jankowski mit ihrer vorbereitenden Arbeit für das Deutsche Turnfest 2005. Im Zuge der notwendigen Kommunikation wurde in der Geschäftstelle der "elektronische Weg" (Internet) optimiert.
Der Gewinn von diversen Berliner und überregionalen Meisterschaften, sowie einer deutschen Meisterschaft hat erneut den richtigen Weg der TSG-Jugendförderung bestätigt. Insgesamt nahmen fast 200 TSG-Athletinnen und Athleten an Meisterschaften teil. Weitergehend sind unsere sportlichen und kulturellen Vereinsaktivitäten im Vereinsorgan "Turnerruf" nachzulesen.
Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen (Trainersymposium-Kienbaum, nationale Trainerfortbildungen in Stuttgart und Cottbus u.a.) sowie auch Neuausbildungen (Kampfrichter) wurden im erheblichen Maße durchgeführt.
Im Rahmen der Rückübertragung der ehem. Vereinsimmobilie haben die abschließenden Maßnahmen begonnen.
Unsere Schwimmabteilung hat mit ca. 180 gemeldeten Mitgliedern einen erfolgreichen Verlauf genommen. Der Vorstand wird darauf achten, dass sich die TSG-Steglitz mit ihren schwimmerischen Belangen vornehmlich dem Berliner Turnerbund angliedert. Selbstherrliche und hegemonische Bestrebungen des Berliner Schwimmverbandes werden kritisch beobachtet und mit der Zielsetzung der Festhaltung an der bestehenden multilateralen Ordnung bekämpft.
Ausblick
Das vergangene Jahr hat insofern Fortschritte gebracht, als die ins Auge gefassten Planungen in der richtigen Richtung vorwärts gekommen sind. Identifikationsmöglichkeiten mit der TSG-Steglitz sollen im Hinblick auf die intensive Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen verstärkt und gefestigt werden. Dank der fortlaufenden Verjüngung unserer Funktionärsstruktur werden die Voraussetzungen für das gedeihliche Fortkommen der TSG-Steglitz 1878 e.V. für die nächsten Jahrzehnte festgelegt.
Berlin-Steglitz, 16.01.2005 - Der Vorstand
In 2003 war es schon 125 Jahre her, dass sich der Kaufmann Franz Bittlinger von den Jahnschen Idealen angesprochen fühlte und sich mit einigen Steglitzer Bürgern am 29. November 1878 zusammensetzte, um einen Turnverein zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der „Steglitzer Turnverein" bereits 23 Mitglieder. Wahrscheinlich hatte keiner dieser Männer daran gedacht, dass ihr frisch gegründeter Verein auch noch nach 125 Jahren bestehen und seine Gründung stolz gefeiert werden würde.
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Kinderturnfest 1910 |
Keine drei Wochen nach der Gründung fand am 17. Dezember 1878 die erste Turnstunde in der gerade neu erbauten Turnhalle in der Plantagenstraße statt. Es ist kaum zu glauben, dass an dieser Stunde bereits 45 Männer teilgenommen haben.
Über die üblichen Vereinsaktivitäten hinaus engagierte sich der „Steglitzer Turnverein" auch im alltäglichen Zusammenleben in Steglitz, so dass 20 Turner am 2. Februar 1879 den „Feuer Lösch - Verein Steglitz" gründeten.
Vorerst waren die Mitglieder des „Steglitzer Turnvereins" nur volljährige Männer, aber um das Jugendturnen in Steglitz zu fördern, eröffnete man am 1. Mai 1881 eine Lehrlingsabteilung für die 14 - 18-Jährigen und kurze Zeit später eine Zöglingsabteilung für Jungen im Alter von 6 bis 13 Jahren.
Am 2. Oktober 1881 weihte der Verein seine Turnerfahne, die 1945 von dem Turnbruder Gerhard Wagner aus den brennenden Trümmern ihres Aufbewahrungshauses gerettet wurde und auch heute noch bei feierlichen Anlässen mit Stolz gezeigt wird.
Bereits 9 Jahre nach seiner Gründung hatte der „Steglitzer Turnverein" die Ehre, das Gau - Turnfest 1887 ausrichten zu dürfen. Dass ihm die Ausrichtung und Durchführung dieses Festes übertragen wurde, zeugte von dem großen Unternehmungsgeist und dem Organisationstalent der führenden Männer und natürlich dem Leistungswillen der Mitglieder.
Die am 1. April 1894 gegründete „Steglitzer - Ältere - Herrenabteilung" trat 1896 dem „Steglitzer Turnverein" bei.
Die seit 1895 bestehende Radfahrabteilung konnte sich leider nur ein Jahr im Verein halten und machte sich 1896 als „Steglitzer Radfahrverein 1896" selbstständig.
Das Jahr 1896 brachte jedoch nicht nur den Verlust der Radfahrabteilung mit sich. Nein! Nach 18-jährigem Bestehen konnte endlich eine Frauenabteilung eröffnet werden, welcher kurze Zeit später eine Mädchenabteilung folgte. Man kann sagen, dass diese Abteilungen den Grundstein des Familienturnens im „Steglitzer Turnverein" bildeten. In den folgenden Jahren wurden weitere Schülerabteilungen eingerichtet - aus denen schon viele hervorragende Männer der Vereinsgeschichte hervorgegangen sind -, um den Nachwuchs im Verein zu fördern.
Obwohl der Verein nach außen in voller Blüte zu stehen schien, blieben Differenzen im Innern nicht aus. Es waren schwere Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Abteilungen, die den 1. Vorsitzenden dazu brachten, sein Amt im „Steglitz Turnverein" niederzulegen und aus dem Verein auszutreten. Mit ihm ging ein großer Teil der Mitglieder. 1897 gründete er mit ihnen die „Turngesellschaft Steglitz".
Trotz dieses schweren Schlags für den „Steglitzer Turnverein" durch diesen Verlust gab der Vorstand nicht auf. Durch den Optimismus und Ehrgeiz seiner Mitglieder blieb der Verein am Leben und konnte 1903 sein 25j-ähriges Jubiläum zu einem großen Erfolg werden lassen. Von nun an wurden neue Jugendabteilungen sowie eine neue „Ältere-Herrenabteilung", die über 23 Jahre von dem Turnbruder Oskar Hillbig geleitet wurde, gegründet.
1912 kam es leider nochmals zu einer Abspaltung eines großen Teils der Mitglieder inklusive des nicht wiedergewählten 1. Vorsitzenden Wilke, der den „Turnverein Jahn" neu gründete. Natürlich war auch das wieder ein schwerwiegendes Ereignis für den „Steglitzer Turnverein". Doch wie man sagt, heilt die Zeit alle Wunden, und zwischen dem Mutterverein, der „Turngesellschaft Steglitz" und dem „Turnverein Jahn" wuchs ein gutes und kameradschaftliches Verhältnis.
Ein weiteres bemerkenswertes Ereignis war die Umbenennung des Vereins am 29. Mai 1926. Von diesem Tag an hieß der „Steglitzer Turnverein" „Steglitzer Turn- und Sportverein 1878 e.V.".
1928 wurde der 50. Jahrestag der Vereinsgründung gebührend gefeiert. Es fand ein großer Festumzug durch ganz Steglitz statt, an dem 22 befreundete Vereine teilnahmen.
Auch die folgenden Jahre brachten dem Verein viele sportliche und turnerische Erfolge. Jedoch entwickelte sich die wirtschaftliche und politische Situation in Deutschland nicht sehr gut. Und natürlich blieben auch die Mitglieder des „Turn- und Sportvereins Steglitz 1878" nicht von dieser Entwicklung verschont.
Im Jahr 1933 wurden die bisherigen Organisationsformen der deutschen Turnerei aufgehoben und durch den Reichssportbund ersetzt. Ein jährliches An- und Abturnen wurde eingeführt. Bei diesen Veranstaltungen konnte man sein turnerisches Können unter Beweis stellen.
Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges zerfielen, wie alle anderen, auch unsere drei Vereine. Jedoch haben sie bis dahin mit großer Freude und Erfolg an den stattfindenden Turnfesten - egal ob Gau-, Bezirks- oder Deutsche Turnfeste - teilgenommen.
Durch die Wiedereinführung der Wehrpflicht und der Arbeitspflicht fehlten viele „Helfer" in der Vereinsarbeit, die unter diesem „neuen System" sehr leiden mussten. Als der 2. Weltkrieg 1939 begann, war das Vereinsleben vorerst gestorben. Jedoch schon 4 Jahre nach Ende des Krieges wurde von den damaligen „Lizenzträgern" beschlossen, einen neuen Verein ins Leben zu rufen. Er sollte die Aufgaben und Ziele der drei alten Vereine weiterführen und erhielt den Namen „Turn- und Sportgemeinde Steglitz 1878 e.V.".
Die erste Maßnahme nach diesem Gründungsbeschluss war die Entscheidung, dass den noch lebenden Ehrenmitgliedern der alten Vereine die Ehrenmitgliedschaft der TSG -Steglitz verliehen wurde, um ihnen so für ihre langjährige Treue zu danken.
Mit der Gründung der neuen turnerischen Vereinigung in Steglitz wurden zwei lang erstrebte Ziele erreicht: Erstens wurde die Zeit der vereinslosen Ära beendet und eine organisatorische Form wieder gewonnen, die eine sinnvolle Betätigung erst möglich macht. Und zweitens wurde die Zersplitterung in mehrere kleine Vereine in einen Großverein umgewandelt und damit die Wirksamkeit nach innen und außen erheblich gestärkt.
Nun galt es jedoch, den Verein neu aufzubauen. Hierbei geht ein großer Dank an die vielen treuen und selbstlosen Helfer - besonders an Anne - Lise Hintze als Frauenwartin und an Carl Raeck als Oberturnwart, die dem Verein dynamischen Schwung und Auftrieb gaben.
Auch in dieser neuen Gemeinschaft blieben innere Spannungen nicht aus und so kam es, dass einige Mitglieder 1952 den Verein verließen. Zwar konnte man diese Abspaltung als einen Rückfall in die Vergangenheit betrachten, aber auf der anderen Seite waren so die Unstimmigkeiten vom Tisch und es konnte sich alles auf den Aufbau der „Turn- und Sportgemeinde Steglitz 1878 e.V." konzentrieren.
1953 in Hamburg fand das erste Deutsche Turnfest nach 15 Jahren statt und die TSG Steglitz war gleich mit 60 Teilnehmern vertreten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch zum ersten Mal das neue Vereinsbanner mitgeführt.
1956 wurde Bruno Bath zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt hatte er bereits in den Jahren 1927 bis 1934 besetzt und ist kaum noch aus der Vereinsgeschichte wegzudenken. Schließlich hat er den Verein geprägt, wie kaum ein anderer und ihm stets neue Impulse gegeben.
Die 80-Jahrfeier fand im Steglitzer Bürger - Saal am 30. November 1958 statt. Im Anschluss an die Feier im Rathaus folgte ein großes öffentliches Schauturnen.
Die Mitglieder der „Turn- und Sportgemeinde Steglitz e.V." waren schon immer bekannt dafür, sich mit großer Freude und dem dazugehörigen Eifer auf die Turnfeste vorzubereiten. So auch zum Deutschen Turnfest in Essen 1963. Teilgenommen haben über 120 TSG - Mitglieder und nicht wenige kamen mit Siegerkränzen nach Berlin zurück.
Aufgrund des stetigen Wachstums der Mitgliederzahl war die Bildung neuer Abteilungen und Gruppen erforderlich. Da kam die Einweihung der Carl - Diem - Sporthalle gerade recht. Denn mittlerweile schrieb der Verein 1825 Mitglieder und war somit zahlenmäßig an 27-ster Stelle im Deutschen Turnerbund und im Berliner Turnerbund sogar auf Rang drei.
In den nächsten Jahren musste die TSG - Steglitz schwere Verluste erleiden. Der langjährige 1. Vorsitzende Bruno Bath verstarb völlig unerwartet am 5. April 1965. 70 Jahre hat er aktiv geturnt, dem Verein als Vorturner, Abteilungsleiter, Turnwart und natürlich mehrmaliger 1. Vorsitzender gedient.
Bald fand sich der Turnbruder Heinz Giehmann als 1. Vorsitzender. Der Grundschul- und Sportlehrer Heinrich Hauschildt folgte als Oberturnwart.
Zwei Jahre darauf, am 5. Juni 1967, verstarb - ebenso unerwartet, wie Bruno Bath - der Ehrenober- und Hauptturnwart Carl Raeck. Er gehörte zu den Männern und Frauen, die nach dem 2. Weltkrieg die Hoffnung und den Willen nicht aufgaben, den Turngedanken in unserer Stadt weiterleben zu lassen.
Wie schon erwähnt, waren unsere Wettkämpfer schon immer sehr erfolgreich, wenn es darum ging sich bei Meisterschaften zu beweisen. 1966 schafften Maria Jarosch und Dieter Schulz den Sprung - im wahrsten Sinne des Wortes - zur Weltmeisterschaft im Trampolinturnen. Ein Jahr später gewannen die „Jarosch - Schwestern" (Maria und Agathe) die Deutschen Meisterschaften im Synchronspringen.
Dieser Titel konnte dann nur noch mit dem 2. Platz bei den Weltmeisterschaften von Agathe Jarosch und Ute Czech (Salzgitter) getoppt werden.
Nach vielen anderen Städten kam die Welt - Gymnaestrada 1975 endlich nach Berlin. Die Gymnaestrada ist ein Turnfest ohne Wettkampf und Wertung. Es gab Vorführungen der Verbände des Internationalen Turnerbundes, in- und ausländischer Gymnastikschulen, Universitätsinstitute, Sporthochschulen und Lehrerakademien. Sogar die TSG hatte mit ihrer Kindergruppe einen Auftritt. Zudem hatte unser damaliger 1. Vorsitzender Heinz Giehmann die dekorative Gestaltung der Veranstaltungsstätten dieser Gymnaestrada übernommen und neben dem offiziellen Dank verlieh ihm der Berliner Senat die Goldene Ehrenplakette. Am 8. September 1976 verstarb auch er leider an den Folgen einer schweren Krankheit. Neuer 1. Vorsitzender wurde Andreas Gerstenkorn, der uns zwei Jahre nach der 100-Jahrsfeier ebenfalls verließ. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige 2. Vorsitzende Andreas Juhre gewählt. Turnbruder Heinrich Hauschildt verließ die TSG Steglitz 1878 e.V. aus vereinsinternen Querelen und nahm etliche Turnkinder mit in einen anderen Steglitzer Sportverein.
Aus Anlass der 100-sten Wiederkehr der Vereinsgründung hatte der Vorstand viele öffentliche Veranstaltungen vorbereitet. So wurde ein „Jugend - Schwimmfest", sowie ein Jubiläumsschauturnen in der Schöneberger Sporthalle organisiert. Hier haben sich alle Abteilungen der TSG Steglitz präsentiert.
Im Jahr 1983 veranstaltete die Rhönradabteilung aus Anlass ihres 20jährigen Bestehens eine Feierstunde, die zugleich als Großveranstaltung und Jahresabschlussfeier gedacht war. Zudem entschied sich der Vorstand, Liselotte (Lilo) Rehm zum Ehrenmitglied zu ernennen, da sie seit ihrem Eintritt 1952 in die TSG mehrere Ämter bis hin zur Abteilungsleiterin der Rhönradabteilung bekleidete und schon lange vor dem Krieg in die Turnbewegung eingetreten ist.
Am 7. Juli 1983 ging unser Ehrenmitglied und langjährige Kinderturnwartin für immer von uns. Mit Anne - Lise Hintze verlor der Verein die wohl aktivste und markanteste Persönlichkeit der letzten Jahre. Sie hat die Entwicklung des Frauenturnens der TSG in stärkstem Maße geprägt und beeinflusst.
Am 13. April 1983 gründete sich die erste Herzsportgruppe in der TSG Steglitz. Dies bedeutete, den jahrelang gehegten Gedanken - die Rehabilitation für „Herzkranke Menschen" in der TSG Steglitz 1878 - in die Tat umzusetzen. Unter der damaligen medizinischen Leitung von Dr. med. F. Martens (amtiert noch heute als Privatdozent an der Charité Campus Virchow), Angelika Matern - Grutzeck und Andreas Juhre gelang es bis heute zwei Rehabilitationsgruppen und fünf Präventions- oder Sekundärgruppen mit entsprechenden Übungsleitern, die unter anderem auch Physiotherapeuten sind, auszustatten und das Spezial durchführen zu lassen. 2003 feierte diese Abteilung ihr 20-jähriges Jubiläum.
Für den Verein war es eine große Ehre, als er am 9. März 1985 im Internationalen Congress Center Berlin die Sportplakette des Bundespräsidenten verliehen bekam. Diese hohe Auszeichnung wird Sportvereinen verliehen, die mindestens 100 Jahre alt sind und in dieser Zeit Leistungen erbracht haben, die der Allgemeinheit dienlich waren. Als besonderer Verdienst wurde der TSG das kontinuierliche Bemühen um den Breitensport ebenso anerkannt, wie das besondere Interesse an Leistungen.
Im Jahr darauf folgten die Vorbereitungen auf das Deutsche Turnfest 1987 in Berlin und das Berliner Landesturnfest 1986 als Generalprobe.
Das Turnfest 1987 stand voll im Zeichen des 750-sten Geburtstags der Stadt Berlin als Geschenk des Deutschen Turnerbundes, der das Fest um ein Jahr vorverlegt hatte.
Als nächste große Veranstaltung der TSG stand die Feier für ein 110-jähriges Bestehen im Jahr 1988 an. Gefeiert wurde am 25. November im Hotel Steglitz International. Das umfangreiche Programm wurde durch die Begrüßungsworte des 1. Vorsitzenden, den Turnbruder Andreas Juhre, eröffnet, der die Gelegenheit nutzte und einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins gab. Es folgten Reden und Darbietungen. Den krönenden Abschluss bildete die Vorführung der vereinseigenen Jazz - Dance - Gruppe.
Und nur 5 Jahre später feierte die TSG Steglitz ihren 115-ten Geburtstag. Aber nicht nur das! Mittlerweile bestand die Abteilung für Koronarsport schon 10 Jahre. Da die Mitglieder es schon immer verstanden, besondere Ereignisse groß zu feiern, ließen sie auch dieses Fest zu einem achtbaren Erfolg werden.
Die nächsten Jahre bis heute brachten der TSG viele Erfolge (vor allem im Turnen) und Freuden.
In unserem Jubiläumsjahr 2003 hat die TSG wieder eine neue Erfahrung gesammelt, indem sie einen Turnverein aus Frankreich zu sich einlud und nach einigen Anlaufschwierigkeiten alles zu einem Riesenerfolg werden ließ. Kurz zuvor hat sie einen Jubiläumswettkampf mit einem befreundeten Berliner Verein veranstaltet, wo sich unsere Turnerinnen mit denen des TSV Marienfelde gemessen haben.
„Die Verbundenheit und die Kameradschaft zwischen den Menschen - in langer Zeit gewachsen - ist letzten Endes die Voraussetzung dafür gewesen, dass die organisierte Turnerei in Steglitz trotz manchmal unüberwindlich erscheinender Schwierigkeiten doch mehr als hundert Jahre Bestand haben konnte. Nicht den „Eintagsfliegen" ist so zu danken, sondern dem in Zusammengehörigkeitsgefühl fest verwurzelten Kern der Mitglieder! - Diesem wichtigen Zustand dient - auch wenn nicht immer klar erkannt und ausgesprochen - die Ehrung dieser Menschen!"
(Ernst Frank)